„Immer frei und verantwortungsbewusst“

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Sven Wieduwilt überreicht die SPD-Ehrennadel an Ursula Eilinghoff.

 

Im Dezember finden traditionell in Parteien und Vereinen die Jubilarehrungen statt. In der Regel gilt diese Ehrung für Mitgliedschaften von 10, 25, 40, 50 und mehr Jahren. Der SPD-Ortsverein Himmelsthür hatte seine Jubilare zum 7. Dezember in das Restaurant „Zum Osterberg“ eingeladen. Vorsitzender Ludwig Bommersbach konnte mehr als 30 Personen begrüßen. Gastredner war der Stellvertretende Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, Sven Wieduwilt.

 

Wieduwilt, der selbst den Ortsverein Holle-Luttrum leitet, betonte die Bedeutung von Jubilarehrungen. „Wir ehren dabei Mitglieder, die unserer Partei viele Jahre und auch in schweren Zeiten die Treue gehalten haben“. Dazu zitierte er den ehemaligen Parteivorsitzenden Franz Müntefering. „In Ortsvereinen, auf Konferenzen, sind mir Mitglieder begegnet, die oft in härteren Zeiten geprägt worden waren. Das waren einfache Menschen, wie man so sagt. Menschen mit klarer Sprache ohne große Worte, stolz aber nicht arrogant, gerecht aber nicht sentimental, friedlich aber nicht unterwürfig, klug aber nicht schlau, wertebezogen aber nicht ideologisch, solidarisch aber nicht anspruchslos, tolerant aber nicht prinzipienlos, Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen mit Leib und Seele - frei und verantwortungsbewusst.“ Für Sven Wieduwilt sind diese Worte Münteferings eine „Verneigung vor Mitgliedern“, wie sie auch in der heutigen Veranstaltung geehrt würden.

Einen Bogen schlug Wieduwilt dann vom Eintrittsjahr der Jubilare zu den politischen Ereignissen des jeweiligen Jahres. Marlen und Dietmar Hirche waren 2005 in die SPD eingetreten. In NRW war damals gewählt worden, die SPD verlor diese Wahl, Gerhard Schröder stellte die Vertrauensfrage und es gab vorgezogene Bundestagswahlen. Die Regierungsmehrheit ging verloren. Für das Ehepaar Hirche waren es gerade diese Schwierigkeiten der Partei, die sie zu ihrem Eintritt in die SPD bewogen hatten.

Heinz Skorzinski war 1965 in die Partei eingetreten. Das war die Zeit einer Großen Koalition in Niedersachsen mit Georg Diederichs (SPD) als Ministerpräsident und Richard Langeheine (CDU) als Kultusminister. In der Mitte der Legislaturperiode hatte die FDP die Koalition aufgekündigt. Auf nationaler Ebene war es die Zeit der Auseinandersetzungen um die Notstandsgesetze. Im gleichen Jahr, so Wieduwilt, war aber auch der Deutsche Bildungsrat gegründet worden. Seine damalige Aufgabenstellung, in Deutschland den Grund für eine gemeinsame Bildung zu legen, hätte – so stellte Sven Wieduwilt fest - gerade heute in Zeiten der Flüchtlingskrise Bedeutung. „Vor dem  Hintergrund der gegenwärtigen Herausforderungen an die Bildungspolitik wäre heute eine gemeinsame und länderübergreifende Planung wichtiger denn je.“

1990 trat Ursula Eilinghoff in die Partei ein. Es war das Jahr, in dem Gerhard Schröder den langjährigen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht ablöste und eine mehr als ein Jahrzehnt dauernde Regierungszeit der SPD in Niedersachsen begründete. Der Aufstieg Schröders zum Niedersächsischen Ministerpräsidenten war die wesentliche Voraussetzung für den späteren Regierungswechsel auf Bundesebene. 1998 löste Gerhard Schröder Helmut Kohl als Bundeskanzler ab.

Für die Jubilare gab es Urkunden, einen Blumenstrauß und eine Flasche Wein.

Ludwig Bommersbach hatte die Versammlung eröffnet und die Gäste begrüßt. Herzliche Worte galten Karl-Heinz Kittan, dem mit 95 Jahren ältesten Teilnehmer. Er begrüßte auch Manfred Marschall und Dieter Janson vom Hildesheimer Automobil Club.  Gemeinsam mit Waltraut Störig und ihrem Sohn Florian hatten sie beim „Spielfest am Ahnekamp“ das Seifenkistenrennen organisiert und einen Hauch von Formel 1 aufkommen lassen. Nicht zuletzt dankte Ludwig Bommersbach den Mitgliedern seines Vorstands für ihre Mitarbeit und Unterstützung.

 

 

 

 

 

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Mit Sven Wieduwilt an einem Tisch: Vorsitzender Ludwig Bommersbach und Vorstandsmitglied Joachim Tiemer und seine Frau Inge.

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Gegenüber sitzen Gabi Bommersbach, Conny und Horst Zawadzki sowie Leonard Kuntscher...

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...hier nochmal aus anderer Perspektive.

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Am zweiten Tisch Karl-Heinz Kittan, die Vertreter des Auto Club Hildesheim, z. T. verdeckt, und auf der rechten Seite Heidi Schreiner, die Seniorenbeauftragte des SPD-Ortsvereins, und die Jubilare Marlen Hirche (verdeckt) und ihr Mann Dietmar sowie Heinz Skorzinski.

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Manfred Marschall sowie Florian und Waltraut Störig haben beim "Spielfest am Ahnekamp" für den reibungslosen Ablauf des Seifenkistenrennens gesorgt. Zum Dank wurden sie vom SPD-Ortsverein eingeladen.

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Am dritten Tisch Angelika und Norbert Siegel, Klaus Bange, Rüdiger Mey, Agnes und Rudi Krebsbach. Auch hier ist eine Person verdeckt: Margrit Reese, direkt neben Norbert Siegel.

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Am Nachbartisch Harry und Anne Dilssner, Michael Brinkop (verdeckt), Edgar Hennemann, Dieter Janson, Günter Göring sowie Jürgen und Ursula Eilinghoff.

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Und hier noch einmal in voller Größe: Ursula Eilinghoff erhält Urkunde und SPD-Ehrennadel.
Fotos: JOACHIM TIEMER

 

 


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