Rosige Zeiten in der Rosenstsadt - Das Programm zur Wahl des Hildesheimer Stadtrats 2011

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Rosige Zeiten in der Rosenstsadt

Gemeinsam die Hürden nehmen

Am 11. September 2011 finden in Niedersachsen Kommunalwahlen statt. Orts- und Stadträte und die Mitglieder des Kreistages werden neu gewählt.
Viele engagierte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus unserer Stadt und ihren Ortsteilen stellen sich dann wieder für fünf Jahre zur Wahl, um Verantwortung zu übernehmen.
Erstmals werden im September im gesamten Stadtgebiet Ortsräte gewählt. Ob im Rat der Stadt, im Kreistag oder im Ortsrat: Wir gestalten die Art und Weise unseres Zusammenlebens mit.
Für die SPD Hildesheim stehen die Ansprüche der Familie im Mittelpunkt. Dazu zählen eine gute Kinderbetreuung, optimal ausgestattete Schulen, verbesserte Chancen am Arbeitsmarkt, funktionsfähige Sportstätten, preiswerte und attraktive kulturelle Einrichtungen und individuelle Wirtschaftskonzepte.
Zugleich wollen wir in unserer Stadt die gesellschaftliche Teilhabe und Teilnahme aller Menschen. Alle Menschen sollen sich in Hildesheim einbringen und gleichberechtigt zusammenleben können. Die Integrationsförderung der SPD erstrebt ein respektvolles Miteinander und gemeinsamen Gestaltungswillen.
Die Finanzmisere der Kommunen in der Bundesrepublik bringt auch die Stadt Hildesheim an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Das Land Niedersachsen hat der Stadt deshalb angeboten, einen Entschuldungsvertrag, genannt Zukunftsvertrag, abzuschließen. Hierdurch soll ein großer Teil der Hildesheimer Schulden getilgt werden, um die kommunale Selbstverwaltung weiter zu gewährleisten. Das geht nicht ohne erhebliche Einschränkungen bei den freiwilligen Leistungen und auch nicht ohne Steuererhöhungen Wir alle müssen dazu beitragen, dass Hildesheim wieder zukunfts- und handlungsfähig wird. Gemeinsam müssen wir im Stadtrat und im Kreistag unserer Verantwortung gerecht werden. Der Rat und alle Hildesheimerinnen und Hildesheimer müssen die vor uns liegenden Hürden gemeinsam nehmen.
Eine hohe Wahlbeteiligung ist wichtig, weil sie die Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit den Vertretern im Rat und im Kreistag sowie in den Ortsräten ausdrückt. Eine starke SPD ist wichtig, damit in den Räten und im Kreistag sozial, gerecht und verantwortungsbewusst entschieden wird.

Bitte: Gehen Sie wählen!
Am 11. September 2011:
Ihre Stimme für die SPD Hildesheim.


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Im Mittelpunkt stehen die Menschen

Die SPD will eine soziale und starke Stadt Hildesheim. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Menschen. Insbesondere auch die, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Die Würde aller Menschen zu fördern und zu unterstützen, ist das Ziel der Politik der SPD. Die SPD nimmt die Herausforderung einer sich verändernden Gesellschaft ernst. Die SPD Hildesheim sieht es als ihre Aufgabe, die Lebens- und Wohnqualität unserer Familien, der Studierenden unserer Hochschulen und der älteren Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern.
Sie setzt sich ein für bezahlbaren Wohnraum, die Schaffung von innovativen und individuellen Wohnformen und einen standardisierten barrierefreien Zugang. Teilhabe in der Gesellschaft, Akzeptanz des Anderen und Respekt muss für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit sein. Die SPD unterstützt die Arbeit des Jugendforums, des Seniorenbeirats und des Behindertenbeirats sowie die Einrichtung eines Integrationsbeirates in der Stadt Hildesheim. Die SPD setzt sich für ein Hildesheim mit lebendiger und großer Vielfalt ein. Übergreifende Generationenarbeit soll Jung und Alt in unserer Stadt zusammenbringen. Nicht mehr genutzte Spielplätze können in den Stadtteilen als Treffpunkte und Kommunikationsorte für Menschen zur Verfügung stehen, gestaltet nach ihren Ideen. Die SPD unterstützt aktive, bedarfsgerechte Kinder- und Jugendhilfe. Sie setzt sich ein für an den gesellschaftlichen Veränderungen orientierte Kinderbetreuungsangebote. Und sie fördert die Arbeit des Familienbüros und der Familienzentren. Die SPD weiß, wie wichtig für jeden Menschen und alle Generationen bezahlbare Bildung ist. Von der Kindertagesstätte über die vielfältige Schullandschaft und die drei Hochschulen bis hin zu Volkshochschule und Familienbildungsstätten: Lebenslanges Lernen und lebenslange Bildung sind in Hildesheim Programm. Und das soll es auch bleiben.


Mit dem Zukunftsvertrag schrumpft der Schuldenberg

Die finanzielle Situation der Stadt Hildesheim ist durch eine tiefe Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben gekennzeichnet. Aus eigener Kraft kann es Hildesheim nicht schaffen, dieses krasse Missverhältnis zu beenden. Ein funktionierender städtischer Haushalt ist langfristig nur denkbar, wenn sich die Einnahmesituation radikal verändert. Die Stadt Hildesheim hat ihre Möglichkeiten dazu schon zu Beginn des Jahres 2011 durch Steuererhöhungen genutzt. Dennoch werden wir unseren Hildesheimer Schuldenberg von rund 300 Millionen Euro nur abtragen können, wenn wir mit der Landesregierung einen Vertrag zur Entschuldung (Zukunftsvertrag) abschließen. Dazu gehört Mut, das wissen wir. Denn dieser Zukunftsvertrag reduziert zwar die strukturelle Verschuldung – aber diese Chance fordert von den Hildesheimer Bürgerinnen und Bürgern auch den Verzicht auf vieles, das bisher als selbstverständlich galt. Nur mit einer enormen Anstrengung aller Hildesheimer werden Einrichtungen erhalten bleiben, die allein aus städtischen Mitteln nicht mehr finanziert werden können. Gleichzeitig darf das städtische Eigentum nicht als Kapital zur Entschuldung der Stadt missbraucht werden. Gesellschaften wie die Stadtwerke mit der Energieversorgung EVI und der Stadtverkehr Hildesheim SVHi, Abwasserverband, Gemeinnützige Baugesellschaft und Zweckverband Abfallwirtschaft (ZAH) haben sich bewährt. Sie dienen der Stadt, sie dienen uns, und sie sind faire Arbeitgeber. Wir wollen sie nicht verkaufen. Wir wollen genau überprüfen, ob privatisierte Aufgaben nicht besser von der Stadt selbst übernommen werden können. Unsere Ziele sind: Vermögen erhalten, Einnahmen erhöhen, Arbeitsplätze sichern. Wir brauchen ein hohes Maß an Bürgerbeteiligung bei der Sammlung von Ideen und Initiativen, wie sich die Zukunft mit geringeren öffentlichen Mitteln gestalten lässt. Wir wollen die trotz der drastischen Einsparungen bleibenden Gestaltungsspielräume nutzen und die Herausforderungen gemeinsam mit allen Hildesheimern anpacken.


Bürgerfreundliche Siedlungspolitik

Der öffentliche Raum prägt maßgebend das Erscheinungsbild unserer Stadt. Diesen Lebensraum wollen wir stärken und weiterentwickeln. Die aktuelle Umgestaltung des Michaelisviertels verbessert die Lebensqualität im Quartier und erhöht die Attraktivität unserer gesamten Stadt. Auch die Oststadt und die Stadtmitte sind lebendiger und lebenswerter geworden. Das Phönix-Gelände am Moritzberg mit seinen modernen Wohn- und Einkaufsmöglichkeiten sowie dem Gewerbebereich schafft wohnortnahe Einkaufs- und Arbeitsmöglichkeiten und ein Wohnviertel für stadtnahes Wohnen. Die Baugebiete Hohe Rohde und Steinberg schließen an die vorhandene Bebauung an. Demografischer Wandel, zeitgemäßes Wohnen mit moderner Raumaufteilung und barrierefreien Zugängen und eine energetische Sanierung von Gebäuden fordern zukünftig einen Umbau vieler vorhandener Gebäude. Dort, wo eine Sanierung nicht möglich ist, muss abgerissen und neu gebaut werden. Nur so kann der CO2-Ausstoß reduziert und dem Klimawandel entgegen gewirkt werden. Das Bild in den Wohnquartieren und Stadtteilen wird sich dadurch verändern. Dies bedeutet aber auch neue Gestaltungschancen in unserer Stadt. Diese zukunftsorientierte und bürgerfreundliche Siedlungspolitik wurde maßgeblich von der SPD Hildesheim geprägt. Wir wollen als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch in Zukunft diese Politik weiter entwickeln. Hierzu sollen die Ortschaften durch eine moderate und defensive Entwicklungspolitik gestärkt werden. Als SPD Hildesheim wollen wir den Trend zur Neuansiedlung von Nahversorgungsmärkten am Stadtrand stoppen. Der Bereich um den Bahnhof soll in seiner Funktion als Eingangsportal und Hauptknoten des öffentlichen Verkehrs in unserer Stadt entwickelt und ansprechend saniert werden. Die Wohnviertel und Stadtteile lebenswert, bezahlbar und zukunftsfähig zu erhalten und zu gestalten, dieses Ziel wollen wir als SPD Hildesheim mit allen Beteiligten in unserer Stadt erreichen.


Alle mitnehmen, keinen ausschließen

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gewährleisten die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Krippen- und Kindergartenplätze sowie der verlässlichen Betreuungsangebote für Schülerinnen und Schüler. Damit helfen wir Eltern, Familie und Berufstätigkeit besser vereinbaren zu können. Die SPD Hildesheim setzt sich für Maßnahmen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen ein. Wir wollen dafür sorgen, dass allen jungen Menschen in unserer Stadt eine Zukunft mit Entwicklungsperspektiven ermöglicht wird. Kindern und Jugendlichen sollen attraktive und sinnvolle Freizeitangebote geboten werden und sie sollen sich aktiv an der Gestaltung unserer Stadt beteiligen können. Neben der Robert-Bosch-Gesamtschule, die weiter ausgebaut wurde, gibt es dank der SPD nun mit der Oskar-Schindler-Schule seit 2010 auch eine zweite Integrierte Gesamtschule. Die Zusammenarbeit von Kindertagesstätten und Grundschulen wurde mit dem Ziel verbessert, Horte und Ganztagsschulen zu verschmelzen. Eine Intensiv-Hortgruppe für Grundschulkinder mit besonderem Förderbedarf wurde eingerichtet. Das Familienbüro in der Andreaspassage und die Familienzentren in der Nordstadt, in Itzum und am Godehardikamp bieten schon heute kompetente Beratung und Unterstützung an. Weitere Familienzentren sollen in Ochtersum und in der Stadtmitte entstehen. Die SPD Hildesheim setzt sich ein für zukunftsfähige Schulstandorte mit hochwertigen Angeboten. Wir erwarten von jeder Schule, dass sie sich als Teil ihres Ortsteils versteht: als Begegnungsstätte, als Ort für Kultur- und Freizeitangebote, als Netzwerk von Kooperationspartnern. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen eine Schule, die Brüche und Abbrüche vermeidet. Wir sind für eine Schule, die alle Kinder und Jugendlichen aufnimmt und für ihre individuelle und gemeinsame Entwicklung sorgt. Wir unterstützen weitere Gesamtschulinitiativen sowie die bessere Zusammenarbeit zwischen Schulen gleicher und verschiedener Schulformen. Wir treten für ein Erziehungs- und Bildungswesen ein, das sich dem Gedanken der Inklusion verpflichtet fühlt. Niemand soll durch mangelnde Förderung zurückgelassen, niemand durch Abweisung oder Abstufung ausgegrenzt werden. Wir wollen die erforderlichen Voraussetzungen durch Information, Qualifizierung und Ausstattung schaffen. Die Volkshochschule ist für uns ein wichtiger Teil des kommunalen Bildungswesens. Sie soll ihren festen Platz im Stadtzentrum behalten. Die Universität und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) verfügen über attraktive Studiengänge mit überregionaler Ausstrahlung. Wir ermöglichen die Erweiterung der Universität am Marienburger Platz und die Zusammenführung der Außenstellen der HAWK am Weinberg.


Kultur ist kein Luxusartikel

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bekennen uns zur Verantwortung, Hildesheim als Kulturstadt attraktiv zu erhalten. Wir begrüßen die Anstrengungen der evangelischen und katholischen Kirche und der privaten Förderer, die Weltkulturerbestätten St. Michael und Marien-Dom zu restaurieren. Die Stadt wird dazu beitragen, die Umgebung ansprechend zu gestalten. Die Planungen haben wir auf den Weg gebracht. Wir werden sie erfolgreich zum Ziel führen. Wir wissen uns der großen Mäzene unserer Stadt, wie Hermann Roemer und Wilhelm Pelizaeus, verpflichtet. Das auf ihre Stiftungen zurückgehende Museum nimmt inzwischen einen internationalen Rang ein. Gleichwohl hat es in den vergangenen Jahren beträchtliche Haushaltskürzungen hinnehmen müssen. Wir wollen das Museum erhalten und bedarfsgerecht ausstatten. Wir erwarten vom Land Niedersachsen eine finanzielle Beteiligung. Wir haben gemeinsam mit dem Landkreis dafür gesorgt, dass unser Stadttheater mit der Landesbühne Niedersachsen zum „Theater für Niedersachsen (TfN)“ fusionierte. Mit dem TfN entstand ein Kulturträger mit landesweiter Bedeutung. Wir erwarten auch künftig eine enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Schulen sowie mit der Musikschule. Wir wollen erreichen, dass die Niedersächsische Landesregierung das Theater stärker als bisher fördert. Die kreativen Studiengänge der Universität und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) bereichern das Hildesheimer Kulturleben mit innovativen Beiträgen, insbesondere der bildenden und darstellenden Kunst, der Musik und der Literatur. Wir setzen uns für eine besser koordinierte Förderung ein, an der sich die kommunalen Haushalte nur noch eng begrenzt beteiligen können. Wir wollen, dass Kunst zunehmend im Alltag sichtbar wird und das Alltagsgeschehen begleitet. Deshalb fordern wir die künstlerische Gestaltung der Plätze und der Eingangsbereiche unserer Stadt unter Beteiligung des Kunstrates und der Öffentlichkeit. Wir unterstützen Veranstaltungsformate wie „Wallungen“, „Kulturmeile“ und „Pflasterzauber“, die neue Formen des Kulturerlebens ermöglichen. Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist Kultur kein Luxusartikel für wenige, sondern Lebensmittel für alle. Wer wie wir die kulturelle Teilhabe und Teilnahme aller erreichen will, muss für kulturelle Bildung und für Gelegenheiten der Anschauung und der Betätigung sorgen.


Partner der Sportvereine

In Hildesheim kann sich jeder sportlich betätigen. Die Stadt verfügt über zahlreiche Sport- und Freizeitflächen mit guten Bedingungen für Spitzen- und Breitensport. Die Unterhaltung der Sportflächen ist teuer. Deshalb müssen sie optimal genutzt und wirtschaftlich gepflegt werden. Wir wollen den Vereinen die Verantwortung für die Organisation und Unterhaltung übertragen. Wir unterstützen Kooperationen von Vereinen mit dem Ziel, das Sportangebot für die Mitglieder zu verbessern. Gleichzeitig soll die Identität der Vereine gewahrt bleiben. Besonders aufwändig ist der Betrieb der städtischen Bäder. Wir benötigen ein Bäderkonzept, das Bedarf, Angebot und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringt. Es ist unser Ziel, die städtischen Bäder unter eine gemeinsame kompetente Betriebsführung zu bringen, um die städtischen Zuschüsse so gering wie möglich zu halten. Der Ausbau unserer Schulen zu offenen Ganztagsschulen ist eine Chance für die Vereine, sich mit ihren Angeboten am Schulprogramm zu beteiligen und sich langfristig den gewünschten Nachwuchs zu sichern. Wir haben die Hildesheimer Sportstiftung auf den Weg gebracht und somit den Grundstein für eine weitere Institution zur Sportförderung gelegt. Im Dialog mit den Vereinen haben wir Sparvorschläge entwickelt und umgesetzt. Der Sport erbringt nunmehr einen jährlichen Sparbetrag von 150.000 Euro, dafür verzichtet die Stadt auf Nutzungsgebühren für Freiflächen, Hallen und Schwimmbäder.


Erfolgsgeschichte Wirtschaftsförderung

Hildesheim liegt verkehrsgünstig: Es gibt ein modernes Verkehrsnetz mit gut ausgebauten Straßen, Autobahnanschlüssen, Wasserwegen, Bus- und Bahnlinien und sogar einem Flugplatz. Was noch erreicht werden muss, ist der dritte Autobahnanschluss für das Gewerbegebiet Nord. Geplant wird er seit langem. Unsere Hildesheimer Wirtschaft zeichnet sich nicht nur durch Automobilzulieferer aus. Eine Vielzahl von Klein- und Mittelbetrieben aller Fachrichtungen – Handwerk, Handel, medizinische und pflegerische Dienstleistungen – sind in Hildesheim vorhanden. Die SPD Hildesheim wird die Lotsenfunktion der Wirtschaftsförderung für alle Betriebe unserer Stadt fördern. Ziel ist es, die Wirtschaftsförderung stärker mit dem Stadtmarketing zu verknüpfen. Die Vielfältigkeit unserer Stadt und die Lagevorteile müssen noch besser dargestellt werden. Wir haben drei große Krankenhäuser in unserer Stadt, die zukünftig mehr Betriebe der Gesundheitswirtschaft anziehen werden. Unsere Universität, unsere beiden Fachhochschulen, die Berufsschulen sowie alle unsere Ausbildungsstätten garantieren uns einen guten Fachkräftenachwuchs. Ihn wollen wir fördern und gute Arbeits- und Lebensbedingungen schaffen. Die Erfolgsgeschichte der gemeinsamen Wirtschaftsförderung mit unserem Landkreis durch die Hi-Reg wollen wir fortsetzen. Dazu gehört auch, attraktive Standorte für Existenzgründungen anzubieten. In Hildesheim stehen dafür das Technologiezentrum und zukünftig auch das „Mackensen-Kasernengelände“ zur Verfügung.


Durch Anreize Energie einsparen

Sichere, saubere, nachhaltige, aber auch bezahlbare Energie ist die Basis für eine umweltfreundliche, wirtschaftsstarke Stadt Hildesheim. Viele Arbeitsplätze, unser Wohlstand und unsere Lebensqualität sind davon abhängig. Dazu muss man Energie einsparen, Energie effizient produzieren und auf erneuerbare Energien setzen. Energie einsparen heißt, Anreize schaffen, zum Beispiel für unsere Schulen, unsere Kindertagesstätten und die Verwaltung. In den nächsten Jahren wird E-Mobilität auf dem Vormarsch sein. Dazu benötigen wir eine Infrastruktur. Dies sind zum Beispiel Stationen zum Aufladen, Flächen für Carsharing und Stellplätze für Elektrofahrräder. Unsere Hildesheimer Energieversorgung EVI ist auf einem guten Weg bei der Produktion und bei den erneuerbaren Energien. Dafür stehen Blockheizkraftwerke, ein Wasserkraftwerk und das Holzschnitzelkraftwerk. Die SPD Hildesheim wird unsere EVI Hildesheim darin unterstützen, so schnell wie möglich die eigene Stadtverwaltung als Kundin zurückzuholen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die EVI noch stärker als bisher in erneuerbare Energien investieren und eine Vorreiterrolle innerhalb der Metropolregion einnehmen kann. Denn: Kaum etwas ist sinnvoller und werbeträchtiger, als unsere städtischen Betriebe zu unterstützen.


Lebendige Kommune durch Integration

Integration in unserer Stadt kann nur gelingen, wenn sie als gemeinsame Aufgabe der gesamten Stadt verstanden wird. Dazu gehört ein Integrationsbeauftragter als zentraler Ansprechpartner. Eine wichtige Aufgabe ist die Schulung der Integrationslotsinnen und -lotsen in den Stadtteilen. Die SPD Hildesheim hält es für notwendig, die Integrationsbemühungen durch einen Ratsausschuss zu unterstützen, dem auch Migrantinnen und Migranten angehören. So können die Bedingungen des Zusammenlebens weiter entwickelt, gefordert und gefördert werden. Wir brauchen eine nachhaltige Integrationspolitik: Sie sichert eine dauerhaft lebendige Kommune. Der direkte Zugang zu Migranten-Familien ist wichtig. Er ist die Basis zielgerichteter Unterstützung. In unserer Gesellschaft ist der Idealzustand umfassender Teilhabe noch lange nicht erreicht. Zum Beispiel sind bis heute Menschen mit Behinderungen oft von der Nutzung öffentlicher Einrichtungen ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere im Bildungsbereich: Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten sind nicht dafür ausgestattet, allen Menschen gleiche Bildungschancen zu eröffnen. Spezialisierte pädagogische Fachkräfte, barrierefreie Zugänge, geeignete Räumlichkeiten – an vielen Stellen sind Verbesserungen dringend erforderlich. Alle Betroffenen sollen die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, wo und wie sie wohnen und leben möchten. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen die Vielfalt der Möglichkeiten erweitern und die bestehenden Einrichtungen daran beteiligen. Die gleiche Würde aller Menschen zu fördern und zu unterstützen, das ist unser erklärtes Ziel.


Komfortable Verkehrswege für alle

Als SPD Hildesheim wollen wir den neuen Verkehrswegeplan unterstützen. Geschwindigkeiten wollen wir dort reduzieren, wo Fahrradfahrer und Fußgänger gefördert werden können. Eine Verbesserung der Verkehrssituation für Fahrradfahrer und Fußgänger dient allen. Andererseits wollen wir den Autoverkehr durch geschickte Verkehrslenkung dort beschleunigen, wo er Vorrang hat. Bewohner der Stadtrandgebiete oder der umliegenden Gemeinden werden auch weiterhin das Auto nutzen, um in unsere Stadt zu kommen. Ihnen wollen wir eine attraktive Verkehrslenkung und einen öffentlichen Personennahverkehr mit kostenlosen Park & Ride-Plätzen anbieten. Auch für Landkreisbewohner soll es komfortabel sein, in der Hildesheimer Innenstadt auf das Auto zu verzichten. Eine problemlose Anbindung an die Stadtbuslinien und das Radwegenetz gehören dazu. Bei den Park & Ride-Plätzen muss es außerdem eine gute Abstellmöglichkeit für Fahrräder geben. Ein kontinuierlich verbessertes Radwegenetz sowie der Anschluss Hildesheims an das S-Bahnnetz stellen Bausteine unserer Verkehrspolitik dar. Der motorisierte Individualverkehr findet seine Wege über die Tangenten der Stadt. Die Verlängerung der S-Bahn über den Hildesheimer Hauptbahnhof hinaus ins Innerstetal und die Wiedereröffnung des Haltepunkts in Marienburg sind die klaren Forderungen der SPD in Hildesheim. Der Umbau des Busbahnhofs zu einem Knotenpunkt und die Neugestaltung des Bereichs um den Bahnhof sollen ein ansprechendes Umfeld für alle ÖPNV-Nutzer schaffen. Der Bahnhof ist der Hauptknoten des öffentlichen Verkehrsnetzes in unserer Stadt. Das Busliniennetz des SVHi muss entsprechend ausgebildet werden. Wir wollen die Einführung eines Kurzstreckentarifs beim Stadtverkehr als ergänzendes Angebot. Wir wollen keine Natur- oder Landschaftsschutzgebiete mehr in Siedlungs- oder Gewerbegebiete umwandeln. Neue Bebauungspläne im Außenbereich sollen erst dann aufgestellt werden können, wenn die vorhandenen Baugebiete zu mindestens 75 % bebaut sind. Die SPD will Wohnen in der Innenstadt attraktiver gestalten. Die EVI, der SVHi, der ZAH und die GBG sollen dabei unterstützt werden, wo immer es geht in umweltverträgliche Techniken und Energieeinsparmaßnahmen zu investieren. Davon profitieren auch die nachfolgenden Generationen.

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